Locky und co. – Viren in der Kita sind nicht nur für Kinder und Erzieher gefährlich.

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Zur Zeit gibt es wieder eine massive Viruswelle – nicht nur bei Kindern und Erziehern, die dann meist besser zum Auskurieren zu Hause bleiben sollten.

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Aber auch die Bürorechner in Kita, Kindergarten und Hort sind in Gefahr. E-Mails mit scheinbar unverfänglichen Inhalten weisen auf eine Rechnung im Anhang hin oder tun neuerdings auch so, als ob in einer tatsächlich zuvor verschickten Mail ein Anhang vergessen und nun – mit Passwort – neu verschickt wird (Bericht bei heise.de). In den Anhängen befinden sich Viren, die Schadcode ausführen, sich auf andere Rechner verbreiten, Daten verschlüsseln, die dann nur gegen Zahlung eines Lösegelds wieder zu entschlüsseln sind.

Mitarbeiter mit Zugriff auf den Kitarechner sollten daher einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um eine Infektion zu verhindern. Denn tatsächlich sind es meist Mitarbeiter, die einfach unachtsam auf einen Anhang klicken und sich wundern, warum plötzlich gar nichts mehr geht.

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Vielleicht verschicken sie vorher die Mail noch weiter, um die sich einfach nicht öffnende Rechnung auf einem anderen Computer zu probieren. Schon hat man eine Kettenreaktion in Gang gesetzt.

Woran man gefährliche E-Mails erkennen kann und dass unbekannte Absender mit besonderer Vorsicht zu genießen sind, haben wir schon mal umfangreich erläutert.

Und was sind Sofortmaßnahmen, wenn man fürchtet, sich angesteckt zu haben? Mit Wärmflasche ins Bett hilft beim Computer nicht.

Locky zum Beispiel verschlüsselt die Daten auf dem Rechner und allen angeschlossenen Geräten im Netzwerk (unter Windows). Um das zu vermeiden, sollte der Rechner sofort heruntergefahren werden, um eine Infektion im Netzwerk zu vermeiden. Bei normalen Viren sollte der Rechner dann im Zweifel von Fachleuten unter Zuhilfenahme von Antivirenprogrammen überprüft werden. Bei Locky selbst ist derzeit noch kein Weg bekannt, an die Daten ohne Zahlung des Lösegelds zu gelangen.

Und vorbeugend?

Erstellen Sie regelmäßige Backups Ihrer Daten! Sowas geht auch automatisiert, so dass nach der Einrichtung keine weiteren Maßnahmen notwendig sind. Wie wichtig Ihre Daten für den Kita-Alltag sind, sollten Sie nicht erst feststellen, wenn Sie nicht mehr rankommen!

Auch das Computersystem sollte unbedingt auf dem aktuellsten Stand sein. Viren nutzen Lücken im System aus, die aber regelmäßig von den Herstellern geschlossen werden. Ein bißchen Katz- und Mausspiel – wer ist schneller.

Ein Virenscanner ist für Windows auch sinnvoll. Selbstverständlich ebenfalls auf dem aktuellsten Stand. Veraltete Virensignaturen schützen ihren Rechner so wenig wie die Impfung aus dem letzten Jahr.

Stellen Sie in Ihrem Office-Produkt ein, dass Makro-Code nicht automatisch ausgeführt wird. Wenn eine Rückfrage kommt, werden die meisten Mitarbeiter wenigstens stutzig und lehnen den Zugriff vielleicht ab.

Schulen Sie Ihre Mitarbeiter oder lassen Sie sie schulen! Viele wissen einfach nicht, von wem in der Kita Rechnungen erwartet werden, vielleicht wurde der Caterer für das Mittagessen gerade gewechselt.

Mit diesen Maßnahmen lässt sich die Infektion vielleicht nicht zu 100% vermeiden, aber immerhin kommt auch dieses wichtige Kita-Mitglied schneller wieder auf die Beine und Ihre Daten sind sicherer.

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von Rechtsanwältin Nele Trenner

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Viren – Gefahr auch für den Kita- oder Hort-PC
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