Warum das Verweigern von Nachtisch rechtlich problematisch ist


Die meisten Kinder essen gerne Nachtisch. Möhren und Brokkoli essen viele Kinder allerdings nicht so gerne. Darf eine Erzieherin einem Kind also den Nachtisch aus pädagogischen Gründen verbieten?

Rechtlich betrachtet ist das schwierig. Der Betreuungsvertrag zwischen Kita und Eltern regelt nämlich auch die Zuzahlungen (auch über den Nachtisch). Es besteht also eventuell durch den Vertrag ein Leistungsanspruch des Kindes bzw der Eltern auf Nachtisch für das Kind. Das Kind hat also so gesehen einen Rechtsanspruch auf Nachtisch. Das kann man mit einem Restaurant vergleichen, in dem man ein 3-Gänge-Menü bestellt. Dann hat man eben auch einen Anspruch auf drei Gänge und nicht nur auf zwei.

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Auch wenn im Betreuungsvertrag der Nachtisch vielleicht nicht explizit erwähnt wird sondern nur von „Mittagessen“ gesprochen wird, bestimmt sich die Leistung danach, was die anderen Kinder auch zum Essen bekommen. Genau das gleiche darf dann das Kind auch verlangen und wenn die anderen Kindern einen Nachtisch bekommen, dann hat es eben auch einen rechtlichen Anspruch auf den Nachtisch.

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Wir sind zwar eher für die rechtliche als die pädagogische Bewertung zuständig. Allerdings denken wir, dass einem Kind, das mit Essen schmeißt schon die Mahlzeit für beendet erklärt werden kann, auch wenn es eventuell noch einen Anspruch auf den Nachtisch hat.

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Kitarecht Folge 321 – Einem Kita-Kind zur Strafe den Nachtisch verweigern?
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