Das gilt auch, wenn der Arbeitnehmer ihn nicht zuvor geltend gemacht hat!

pic_holger_klein

Diese Auffassung vertritt zumindest das Landesarbeitsgericht Berlin / Brandenburg in seiner Entscheidung vom 12. Juni 2014 zum Aktenzeichen 21 Sa 221/14 und weicht damit von der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts  vom 15.09.2011, Aktenzeichen 8 AZR 846/09, ab.

> Lesen Sie, was andere über uns sagen! <

In ihrer Begründung ziehen die Richter eine Parallele zu den Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes zu den Ruhepausen und Ruhezeiten.

Hier hat der Arbeitgeber von sich aus darauf zu achten, dass diese genommen werden. Die Pause ist nicht davon abhängig, dass sie der Arbeitnehmer verlangt, sondern es ist Teil des Direktionsrechts diese anzuordnen.

Erfüllt der Arbeitgeber den Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers nicht und verfällt dieser nach Ablauf des Übertragungszeitraums (§ 7 Abs. 3 Bundesurlaubsgesetz), so das LAG, dann sei jener verpflichtet, Schadensersatz in Form eines Ersatzurlaubs bzw. bei vorheriger Beendigung in Form einer finanziellen Abgeltung zu leisten.

balken_blau2

Aufgrund des Rückgriffs auf die Vorschriften des Arbeitszeitgesetzes ist für diesen Ersatzanspruch auch nicht erforderlich, dass der Arbeitnehmer den Urlaubsanspruch rechtzeitig geltend macht und den Arbeitgeber in Verzug setzt.

Die Frage hat grundsätzliche Bedeutung, so dass die Richter die Revision zum Bundesarbeitsgericht zuließen.

Alle unsere +800! Videos hier in der Übersicht!

Sie haben Fragen zum Kitarecht?

Rufen Sie uns einfach für ein unverbindliches, kostenloses Vorgespräch an! Wir freuen uns auf Ihre unverbindliche Anfrage.

Das könnte Sie auch interessieren:

➡️ Das vorläufige Beendigungszeugnis für Erzieher

➡️ Kita – Datenschutzbeauftragter notwendig?

➡️ Verringerung der Arbeitszeit – was passiert mit dem Urlaubsanspruch?

Folgen Sie uns bei:
social_header

Arbeitgeber muss Urlaub von sich aus gewähren
Markiert in: