Oder viel Lärm um recht wenig? Oder auch: Kaum ein Tropfen auf den heißen Stein. 

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Das neu angedachte „Gute-Kita-Gesetz“ soll ja mit Milliarden 

1. die finanzielle Entlastung von Eltern, 

2. einen besseren Betreuungsschlüssel, 

3. die bessere Qualifikation von Erziehern, 

4. eine Verringerung des Erziehermangels,

5. eine Verbesserung der Kindertagespflege und

6. überhaupt „gute“ Kita bringen.

Alles höchst ehrenwerte Ziele. Und dafür gibt es dann 3,5 Mrd. EUR vom Bund. Soso denkt man sich dann ganz optimistisch und hofft auf das Beste.

3,5 Mrd. EUR hören sich ja auch erst einmal nach verdammt viel Geld an, oder?

> Lesen Sie, was andere über uns sagen! <

Leider nicht wirklich. Denn 3,5 Mrd. EUR stehen zum Stichtag 1. März 2017 im U3-Bereich 645.077 belegte Krippenplätze (die Kindertagespflege nicht mal mitgerechnet), im Ü3-Bereich 2.004.641 Kitaplätze und im Hort nochmal 849.488 Plätze gegenüber. Macht somit abgerundet ca. 3.494.000 Plätze. Und in 2018 ist die Zahl garantiert nochmal stark gestiegen.

Und jetzt bemühen wir einfach mal einen kleinen Taschenrechner.

3,5 Mrd. EUR geteilt durch 3.494.000 = 1.001,71 EUR. Diese Zahl pro Kitaplatz teilen wir nochmal durch die 48 Monate einer Legislaturperiode: Macht 20,87 EUR im Monat. Und jetzt nehmen wir noch die durchschnittlichen 21 Werktage pro Monat (Ja, wir wissen, das variiert je nach Bundesland, soll hier aber nicht weiter stören) und erhalten:

0,99 EUR werktäglich pro Kita-Platz – wohlgemerkt berechnet nach dem Stand vom März 2017 und ohne die Kindertagespflege.blogwerbung

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Und davon sollen, siehe oben, Eltern zusätzlich finanziell entlastet werden, der Betreuungsschlüssel und die Qualifikation von Erziehern verbessert, fehlende Erzieher herbeigezaubert und „gute“ Kita geschaffen werden.

Sicherlich: Das Gesetz will das Geld gerade nicht nach dem Gießkannenprinizip verteilen, sondern punktuell.

Dennoch erscheint uns die Summe in Relation zum angestrebten Ziel, dem Presserummel und den Ankündigungen der Frau Ministerin doch erschreckend gering.

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von Rechtsanwalt Holger Klaus   [Mehr…]

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