„Sie war im Kollegenkreis sehr beliebt“


Verschlüsselte Formulierungen sogenannte „Zeugniscodes“ in Arbeitszeugnissen nutzt mancher Arbeitgeber, um den neuen Arbeitgeber möglicherweise auf bestimmte negative Eigenschaften des bewerbenden Arbeitnehmers hinzuweisen.

Das ist in Hinblick auf Erzieher und sonstige Beschäftigte wie Hausmeister oder Koch auch bei Kita-Trägern manchmal nicht anders. 

Diese Aussagen, die auf den ersten Blick positiv klingen, können sich bei genauerem Hinschauen als sehr ungünstig herausstellen. Diese kodifizierten Formulierungen sind meist unzulässig, da sie für den Arbeitnehmer in seiner weiteren Suche nach einem Arbeitsplatz und generell in seinem beruflichem Fortkommen ein nicht unerhebliches Hindernis darstellen können.

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Mit der Formulierung

„Sie war im Kollegenkreis sehr beliebt“

könnte zum Beispiel womöglich mitgeteilt werden, dass es sich bei der Bewerberin um eine eher sehr gesprächsfreudige und feierlustige Angestellte handelt, welcher, zum zum Verdruss ihrer bisherigen Vorgesetzten, der nötige Ernst fehlte.

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Um schon Missverständnisse zu vermeiden, sollte seitens eines Kindergarten-Trägers darauf geachtet werden in den Arbeitszeugnissen keine doppeldeutigen Formulierungen zu wählen. Womöglich von einem „seltsamen“ Arbeitszeugnis betroffene Erzieher andererseits sollten „verdächtige“ Formulierungen eher fachkundig überprüfen lassen, um sich nicht später über fehlende Einladungen zum Vorstellungsgespräch zu wundern und vor allem zu ärgern.

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Kitarecht Folge 185 – Zeugniscodes / Zeugnissprache #1
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